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Jahr: 2006 Titel: Rathaus Wien, Park mit Springbrunnen Künstler: Wolfgang Glechner Technik: Radierung Bütten: 42 x 58 cm Platte: 26 x 35cm vermutlich noch erhältlich > Preis H | 2 |
Vienna etchings by Wolfgang Glechner and some other artists, Wien Radierungen, Kupferstich, Kaltnadel, Aquatinta, Radierung, Ätzung, Strichätzung, Vedute, Zeichnung, Wasserturm, Stephansdom, Wasserspeicher, Brücke, Brunnen, art, drawing,
Radierungen von Wolfgang Glechner, Wien, und anderen Künstlern
Mittwoch, 29. Juni 2011
Wien Rathaus
Dienstag, 28. Juni 2011
Mödling Aquädukt
Titel: Mödling Aquädukt
Jahr: 1992
Künstler: Wolfgang Glechner
Technik: Radierung auf Bütten
Blattgröße: 43 x 53 cm
Darstellungsgröße: 21 x 30 cm
Montag, 27. Juni 2011
Kolumbusplatz Favoriten
Mittwoch, 15. Juni 2011
Hundstage, oder: vor dem Eissalon
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Hundstage, Kaltnadelradierung, Plattenmaße 36 x 29 cm, auf Bütten 58 x 45 cm, Auflage 50, G |
Donnerstag, 2. Juni 2011
Meiselmarkt - der ehemalige Wasserspeicher während des Umbaus zur U3-Station und Markthalle
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Ruine des Wasserspeichers Rudolfsheim, Strichätzung, Blattgröße 53 cm x 38,5 cm, 1993 |
Die gigantische Gewölbearchitektur im Vordergrund der Radierung mit ihren geheimnisvollen dunklen Gewölbegängen kontrastiert reizvoll zu dem filigranen Gemäuer der Rudolfsheimer Pfarrkirche (Maria Königin der Märtyrer) und verleiht dem Platz atmosphärische Weite und Licht.Die Reste des Wasserspeichers sind heute überbaut und in die Neugestaltung des Platzes einbezogen (Wasserwelt, U3 Station Johnstraße).
Mittwoch, 1. Juni 2011
Wie eine Radierung entsteht ...
Zeichnen: Mit einer Radiernadel zeichnet der Künstler das Motiv seitenverkehrt auf eine lackbeschichtete Kupferplatte (wahlweise auch manchmal Zink oder andere Metalle). Ätzen: Die Platte wird anschließend in eine Säurelösung gelegt (in unsrem abgebildeten Beispiel Eisenchlorid). An den von der Nadel freigelegten Stellen frisst die Säure Furchen in das Kupfer, je länger je tiefer. Die Platte in unserer animierten Abbildung unten können Sie mithilfe der Maus eintauchen. Beim Klicken auf die Säureoberfläche sollten ein Geräusch und Wellen entstehen. Anm.: Links spiegelt sich ein Gesicht - das des Künstlers? Wenn die Rillen tief genug sind, wird die Platte aus dem Säurebad genommen und gesäubert. Sie ist bereit für den Druckvorgang. Dieser beginnt mit dem
Auswischen: Die Plattenoberfläche wird händisch wieder gesäubert, nur die Farbe in den Vertiefungen soll bleiben. Druck: Jetzt landet die Platte auf dem Drucktisch der Presse. Im Wasser gequollenes Tiefdruck-Büttenpapier wird passgenau draufgelegt, darüber ein saugfähiger Filz. Das ganze wird unter hohem Druck zwischen den Walzen der Druckpresse (Kupferdruckpresse, Tiefdruckpresse) durchgedreht. Nun wird der bedruckte Papierbogen vorsichtig von der Druckplatte abgehoben: Der Druck ist fertig! Er muss nur noch getrocknet werden. Die Drucke weisen wie jede Handarbeit geringe Unterschiede auf, oft regt das händische Einfärben und Auswischen den Künstler zu absichtlichen Variationen an. Federzeichners Radierungen sind in der Regel vom Künstler in eigener Handarbeit gedruckt, in der von ihm betriebenen Kupferdruckwerkstatt. In wenigen Fällen wie "Hackenberg" oder dem "Brunnen im Rathauspark" oder "Wiental im Winter" wurden der Druckauftrag ausgeführt von bekannten Tiefdruckern wie Kurt Zein, Walter Fischer †, Johann Erbler, Gerhard Hummel oder Josef Mühlbacher. Nummerieren und Signieren: Sobald die Drucke trocken sind, werden sie mit Bleistift signiert und in der Reihenfolge ihrer Entstehung nummeriert. Die Nummer 2/35 auf einer Druckgraphik bedeutet beispielsweise, dass man den zweiten Druck von insgesamt fünfunddreißig vor sich hat. Sobald die gesamte Auflage gedruckt ist, wird die Druckplatte durch Zerkratzen unbrauchbar gemacht. Verwandte Verfahren und Sonderformen: Beim Kupferstich werden die Vertiefungen im Metall mit dem sogenannten Griffel regelrecht herausgeschnitten (Spanbildung). Bei der Kaltnadelradierung (Dry point) wird die Metalloberfläche nur zerkratzt - oft kombiniert mit der oben beschriebenen Ätzung (Rembrandts Radierwerk leistete einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung dieser Technik - siehe Posting "Die drei Kreuze"). Bei der Aquatinta werden Flächentöne in die Metalloberfläche eingeätzt - ein Verfahren, das Francisco Goya als erster mit Meisterschaft einsetzte und mit seinen Strichätzungen kombinierte. Weitere Verfahren wie Mezzotinto, Vernis mou, Zuckertusche, Einbeziehung moderner Metallbearbeitungs-Werkzeuge, fotografischer und digitaler Techniken etc. eröffnen weitere Ausdrucksmöglichkeiten für Künstler. Das Druckverfahren (Tiefdruckverfahren) bleibt bei allen diesen Arten weitgehend das selbe und wie oben beschrieben. Bedeutung, Wert, Aktualität der Radierung: Das Renommee radierter Originalgrafik hat durch die massenhafte Produktion (Grafikboom etwa ab 1970-1990) und die tlw. nicht ganz seriösen Praktiken einiger Kunsthändler gelitten. Auch haben die vielfältigen digitalen und anderen neuen Drucktechniken den Grafik-Kunstmarkt für den durchschnittlichen Käufer unübersichtlicher gemacht und ihn verunsichert. Echte Radierungen, bei denen der Künstler tatsächlich selbst Hand angelegt hat, als Graveur oder sogar zusätzlich als Drucker, und das Material Metall in seinen vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten nutzt, haben heute nach wie vor einen hohen Reiz und Wert für Grafikliebhaber. Woran erkennt der Kunstsammler eine echte Radierung? Radierungen (auch Kupferstiche) weisen entlang dem Rand des Bildmotivs eine durch die Druckplatte verursachte Vertiefung auf. Die Striche und Punkte der Darstellung selbst stehen als erhabene (erhöhte) "Farbstege" auf dem Papier, was bei schräger Beleuchtung unter einer Lupe (Fadenzähler) deutlich zu erkennen sein sollte. Im Zweifelsfall kann man einen Fachmann fragen.Vollwertige Blätter tragen nebst der handschriftlichen Signatur des Künstlers (mit Bleistift) auch eine Numerierung. Eine Zahl 3/25 bedeutet, dass das vorliegende Grafikblatt der dritte Druck einer Auflage von insgesamt 25 ist. Mit E d A (Emprint d' artiste) statt Nummer bezeichnete Blätter sind nicht numerierte Handexemplare des Künstlers (maximal 10% der Auflage) >> um:druck (Wiener Zeitschrift für Druckgraphik) -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
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Wie eine Radierung entsteht ...
Zeichnen: Mit einer Radiernadel zeichnet der Künstler das Motiv seitenverkehrt auf eine lackbeschichtete Kupferplatte (wahlweise auch manchmal Zink oder andere Metalle). Ätzen: Die Platte wird anschließend in eine Säurelösung gelegt (in unsrem abgebildeten Beispiel Eisenchlorid). An den von der Nadel freigelegten Stellen frisst die Säure Furchen in das Kupfer, je länger je tiefer (Strichätzung). Die Platte in unserer animierten Abbildung unten können Sie mithilfe der Maus eintauchen. Beim Klicken auf die Säureoberfläche sollten ein Geräusch und Wellen entstehen. Anm.: Links spiegelt sich ein Gesicht - das des Künstlers? Wenn die Rillen tief genug sind, wird die Platte aus dem Säurebad genommen und gesäubert. Sie ist bereit für den Druckvorgang. Dieser beginnt mit dem
Auswischen: Die Plattenoberfläche wird händisch wieder gesäubert, nur die Farbe in den Vertiefungen soll bleiben. Druck: Jetzt landet die Platte auf dem Drucktisch der Presse. Im Wasser gequollenes Tiefdruck-Büttenpapier wird passgenau draufgelegt, darüber ein saugfähiger Filz. Das ganze wird unter hohem Druck zwischen den Walzen der Druckpresse (Kupferdruckpresse, Tiefdruckpresse) durchgedreht. Nun wird der bedruckte Papierbogen vorsichtig von der Druckplatte abgehoben: Der Druck ist fertig! Er muss nur noch getrocknet werden. Die Drucke weisen wie jede Handarbeit geringe Unterschiede auf, oft regt das händische Einfärben und Auswischen den Künstler zu absichtlichen Variationen an. Federzeichners Radierungen sind in der Regel vom Künstler in eigener Handarbeit gedruckt, in der von ihm betriebenen Kupferdruckwerkstatt. In wenigen Fällen wie "Hackenberg" oder dem "Brunnen im Rathauspark" oder "Wiental im Winter" wurden der Druckauftrag ausgeführt von bekannten Tiefdruckern wie Kurt Zein, Walter Fischer †, Johann Erbler, Gerhard Hummel oder Josef Mühlbacher. Nummerieren und Signieren: Sobald die Drucke trocken sind, werden sie mit Bleistift signiert und in der Reihenfolge ihrer Entstehung nummeriert. Die Nummer 2/35 auf einer Druckgraphik bedeutet beispielsweise, dass man den zweiten Druck von insgesamt fünfunddreißig vor sich hat. Sobald die gesamte Auflage gedruckt ist, wird die Druckplatte durch Zerkratzen unbrauchbar gemacht. Verwandte Verfahren und Sonderformen: Beim Kupferstich werden die Vertiefungen im Metall mit dem sogenannten Griffel regelrecht herausgeschnitten (Spanbildung). Bei der Kaltnadelradierung (Dry point) werden Linien in die Metalloberfläche nur mechanisch eingeritzt, ohne Metall zu entfernen. Manchmal werden Ätzverfahren und Kaltnadeltechnik auch kombiniert (Rembrandts Radierwerk leistete einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung dieser Technik - siehe Posting "Die drei Kreuze"). Bei der Aquatinta werden Flächentöne in die Metalloberfläche eingeätzt - ein Verfahren, das Francisco Goya als erster mit Meisterschaft einsetzte und mit seinen Strichätzungen kombinierte. Weitere Verfahren wie Mezzotinto, Vernis mou, Zuckertusche, Einbeziehung moderner Metallbearbeitungs-Werkzeuge, fotografischer und digitaler Techniken etc. eröffnen weitere Ausdrucksmöglichkeiten für Künstler. Das Druckverfahren (Tiefdruckverfahren) bleibt bei allen diesen Arten weitgehend das selbe und wie oben beschrieben. Bedeutung, Wert, Aktualität der Radierung: Das Renommee radierter Originalgrafik hat durch die massenhafte Produktion (Grafikboom etwa ab 1970-1990) und die tlw. nicht ganz seriösen Praktiken einiger Kunsthändler gelitten. Auch haben die vielfältigen digitalen und anderen neuen Drucktechniken den Grafik-Kunstmarkt für den durchschnittlichen Käufer unübersichtlicher gemacht und ihn verunsichert. Echte Radierungen, bei denen der Künstler tatsächlich selbst Hand angelegt hat, als Graveur oder sogar zusätzlich als Drucker, und das Material Metall in seinen vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten nutzt, haben heute nach wie vor einen hohen Reiz und Wert für Grafikliebhaber. Woran erkennt der Kunstsammler eine echte Radierung? Radierungen (auch Kupferstiche) weisen entlang dem Rand des Bildmotivs eine durch die Druckplatte verursachte Vertiefung auf. Die Striche und Punkte der Darstellung selbst stehen als erhabene (erhöhte) "Farbstege" auf dem Papier, was bei schräger Beleuchtung unter einer Lupe (Fadenzähler) deutlich zu erkennen sein sollte. Im Zweifelsfall kann man einen Fachmann fragen.Vollwertige Blätter tragen nebst der handschriftlichen Signatur des Künstlers (mit Bleistift) auch eine Numerierung. Eine Zahl 3/25 bedeutet, dass das vorliegende Grafikblatt der dritte Druck einer Auflage von insgesamt 25 ist. Mit E d A (Emprint d' artiste) statt Nummer bezeichnete Blätter sind nicht numerierte Handexemplare des Künstlers (maximal 10% der Auflage) >> um:druck (Wiener Zeitschrift für Druckgraphik) -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
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Wasserturm und Eisring Süd
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Ein kleiner Ausschnitt aus dem rechten Teil. Die Strichzeichnung, aus der das ganze Bild aufgebaut ist, kann man hier am hereingezoomten Detail genauer erkennen |
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